Achte auf die Zeichen oder alles nur Zufall?

Ich möchte ein wenig Mut machen, all denen, die manchmal nicht wissen, ob das was sie tun noch Bestand hat, noch glücklich macht, sich noch richtig anfühlt und die nicht wissen wohin die Reise geht und irgendwie ständig auf der Suche sind. Ich glaube das Beste ist, sich einfach mal treiben zu lassen!

Ich habe mir vorgenommen mir die Zeit und Energie für das Suchen zu sparen und versuche stattdessen lieber die Sachen zu tun, die mir Spaß und Freude machen.

Dazu möchte ich dir zwei Begebenheiten beschreiben, die sich genauso zugetragen haben. Die erste hat etwas mit meiner Tierliebe zu tun.

Mein Hund hat mich 15 Jahre lang begleitet. Als er anfing sich allmählich zu verabschieden, habe ich ihm einen Anhänger geschenkt. Es war die Blume des Lebens, die er am Halsband tragen konnte und eine Einzelanfertigung. Sie war einfach wie für ihn gemacht. Als er in meinen Armen im Sterben lag, haben „wir“ vereinbart, dass ich den Anhänger nach seinem Tod irgendwann an mich nehmen darf, um etwas von ihm immer bei mir zu tragen.

Ich habe die Kugel zunächst an einem reißfesten Band um meinen Hals befestigt. Ich bin mit ihr geklettert, getobt, gereist, geschwommen. Einfach alles. Irgendwann wollte ich die Kette verändern und habe sie an ein feines, dünnes Kettchen gehängt. Es war genau passend. Sogar als ich mich in die Fluten der rauen Nordsee gestürzt habe, hat ihr das nichts ausgemacht.

Vor einigen Tagen bin ich laufen gegangen, weil ich plötzlich diesen Laufdrang verspürte. Die Kette hing wie eh und je um meinen Hals. Als ich zuhause war, war sie weg! Ich konnte es nicht wirklich glauben. Ich war zunächst felsenfest davon überzeugt, dass ich sie nur verlegt hatte. Ich bin dennoch die ganze Laufstrecke noch mal abgefahren. Auf der Strecke sind mir immer wieder kleine Werbeflyer einer Hundefotografin aufgefallen.

Zuhause angekommen wurde der Schmerz über den Verlust immer größer und ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen und war kaum zu beruhigen und dabei war ich in Gedanken und mit dem Herzen meinem Hund total verbunden, wie schon lange nicht mehr. Am nächsten Morgen habe ich in der Früh spontan Flugblätter gemalt und wollte sie auf meiner Laufstrecke verteilen, dabei ist mir auf meinem Umweg eine neue Tierarztpraxis aufgefallen. Begrüßt hat mich die hochschwangere Tierärztin, die ich nur flüchtig kannte, sich aber nach 6 Jahren genau an den Namen meines Hundes erinnern konnte und beifällig erwähnte, dass die Energie zwischen Mensch und Hund, die schon lange zusammenleben so erfüllend sei, dass sie deshalb bis vor den Tag der Entbindung in ihrer neuen Praxis sein möchte. Sie wünschte mir Glück bei meiner Suche. Ich startete und hatte den totalen Widerwillen diese Zettel aufzuhängen, es gab nur eine Stelle, die sich richtig anfühlte und das war ein Feldweg mit einem „Kruzifix“ (Jesuskreuz). An der Abbiegung zu diesem Weg fiel mir wieder dieses herzliches Hundefotografie Plakat auf. Ich radelte weiter, klebte wieder widerwillig, ohne Hoffnung auf Erfolg mein Flugblatt und fuhr weiter durch den Ort. An einem Laternenpfahl fiel mir auf, dass wieder dieses besagte Hundefotografie-Plakat dort gehangen sein musste, nun aber am Boden auf dem Gehweg lag, weil der Kabelbinder nicht mehr hielt. Ich fuhr weiter, weil ich dachte, dass ich es mit meinem mitgebrachten Tesafilm nicht wieder befestigen könne. Nach wenigen Metern beschlich mich aber so ein schlechtes Gewissen, weil es sich so ungut anfühlte, diese nette und herzliche Werbung einfach so dem Gehweg zu überlassen, dass ich stoppte und abstieg, um mein Rad auf dem zu engen Weg zu wenden. Das war etwas umständlich und dabei fiel mein Blick auf den Boden. Und da lag, an genau der Stelle, an dem ich den Reifen wendete meine Kette mit dem Anhänger!

Ich war so glücklich und bin es noch. Das ist mir so eindrücklich in Erinnerung geblieben, dass mir jedes Mal das Herz klopft, wenn ich an den kleinen Plakaten vorbeifahre. Und ganz nebenbei: Ich habe mir anno knax  von meinem Konfirmationsgeld eine Spiegelreflexkamera gekauft und habe begonnen Natur- und Tieraufnahmen zu machen. Den Ausbildungsplatz als Fotografin habe ich wegen der Wegstrecke nicht bekommen und das Studium Foto-Design war zu teuer, die Kamera irgendwann zu alt und mit dem Smartphone ist diese Leidenschaft völlig in Vergessenheit geraten.

Das nächste Erlebnis hat mehr mit den Naturgewalten zu tun. Vier Wochen zuvor an einem sehr kalten und extrem stürmischen Tag an der Nordsee hatte ich eine interessante Begegnung. Ich praktiziere das Kaltduschen und Eis baden und habe mich zu einem Wim-Hof Fan entwickelt. So stand ich also mit meinen Kindern am Strand und machte mich bereit. Sie trugen alle Jacken, die wir dabeihatten und Mütze und es waren nur sehr wenige Menschen unterwegs bei diesem unwirtlichen Wetter unterwegs. Ich war gerade dabei mich in die Fluten zu stürzen, als mich ein Rentner ansprach und mir zuredete noch 1-2 Wochen damit zu warten, es sei im Moment viel zu kalt. Ich habe ihm erklärt, dass ich ja genau das so mag! Dann hat er gesagt, dass er mir unbedingt jetzt eine Geschichte erzählen muss von einem Mann, den er vor einem Jahr im November an genau dieser Stelle getroffen hat. Er hat sich vor seinen Augen ins Meer gestürzt, während Frau und Kinder in Decken gehüllt am Strand warteten. Der Rentner war so fassungslos, dass er danach den Mann einfach ansprechen musste und ihn fragte, warum er das tue. Der Mann antwortete, er sei der Iceman – Wim Hof und er liebt die Kälte.

Der Rentner blickt mich an und sagt, dass er mir das von diesem Niederländer gerade unbedingt erzählen musste. Ich habe dabei mehr als geschmunzelt! Seit Monaten beschäftigt mich die Frage, ob ich die Trainerausbildung bei Wim Hof machen soll und ich habe bislang einfach keine Antwort auf diese Frage gefunden, weil mein Kopf diese Fortbildung über ein Jahr einfach viel zu überteuert findet.. Zwei Tage vor diesem Ereignis, hatte ich diese Frage einfach „losgelassen“.

Was meint ihr? Sind das Zufälle oder vielleicht sogar Hinweise einer Spur zu folgen? Mir kommt das Bild von einem alten Plattenspieler. Die Nadel fährt in der Regel gleichmäßig über die Plattescheibe, die den Lauf der Dinge darstellt oder das Leben.. Bei solchen Begebenheiten werden bei mir gefühlt die Rillen auf der Platte eine Spur tiefer.

Herzlichst Silke

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